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Lehr- und Lernprozesse

Die Forschungsprojekte fokussieren grundlegende Untersuchungen zu Lehr-/Lernprozessen auf verschiedenen Ebenen. Bei Schüler*innen liegt der Fokus auf dem Verständnis von Konzepten, dem Umgang mit multiplen Repräsentationsformen, dem Einsatz von Erklärvideos sowie der Auswirkung von unterschiedlichen Trainings und emotionalen Designs auf das Concept Mapping. Bei Lehrkräften wird die Entwicklung unterrichtsbezogener experimentelle Kompetenzen wie laborbezogenes Classroom-Management analysiert und die Ausbildung von Kompetenzen zur Gestaltung von naturwissenschaftlichen und mathematischen Problemlöseprozesse im Unterricht erforscht.

Die Zusammenführung von Lehr- und Lernperspektiven, etwa bei der Analyse von vernetztem Wissen, steht im Mittelpunkt. Diese Ansätze ermöglichen eine fundierte Verbesserung von Lehr- und Lernprozessen.

Aktuell laufen folgende Projekte unter diesem Forschungsschwerpunkt:

MoKoKo - Modellierkompetenz im Kontext

Das Projekt untersucht, wie unterschiedliche Aufgabenmerkmale Modellierprozesse von Biologie-Lehramtsstudierenden beeinflussen. Die Studie folgt einem experimentellen Design, in dem Studierende zwei digitale Modellierungsaufgaben bearbeiten. Ziel ist es, zu verstehen, welche Aufgabenmerkmale kognitive Anforderungen erhöhen oder erleichtern – und wie sich dies auf die Qualität der Modellierprozesse auswirkt. _____________________________________ Projektbeteiligter: Prof. J. Großschedl

Lernprozessanalyse mittels Eyetracking

Die Forschung in dieser Linie fokussiert auf grundlegende Untersuchungen zu Lehr-Lernprozessen. Thematischer Schwerpunkt sind multiple (externe) Repräsentationen, welchen für das Lernen in den Naturwissenschaften im Allgemeinen und Physik im Speziellen eine substanzielle Bedeutung beigemessen werden. Dazu wird insbesondere die Methodik Eyetracking eingesetzt, bei welcher die Blickbewegungen von Probanden zeitlich und räumlich hochauflösend erfasst werden können. _____________________________________ Leiter: Prof. S. Becker-Genschow

Problemlösen im Klassenraum (ProKlar)

In diesem Projekt werden Unterrichtsstunden untersucht, die sich der prozessbezogenen Kompetenz „Problemlösen“ widmen. Dabei geht es insbesondere um die Gestaltung und Organisation spezieller Phasen des Unterrichts (beispielsweise die Klärung der Aufgabenstellung oder der Ergebnisvergleich), die Art und Anzahl von Hilfestellungen sowie den Umgang mit Fehlern. Zielgruppe sind Lehrpersonen ohne Vorkenntnisse von Problemlösungsstrategien im Mathematikunterricht. _____________________________________ Leiter: Prof. B. Rott

Mathematische Beliefs

Im Projekt LeScMa (Learning the Science of Mathematics) wird untersucht, wie angehende Mathematiklehrkräfte Fragen zum Erkenntnisgewinn in der Mathematik beantworten. Im Fokus stehen dabei ihre epistemologischen Überzeugungen zum Fach sowie ihr mathematisch-kritisches Denken. _____________________________________ Leiter: Prof. B. Rott